Presse

KLAR! Waldviertel Nord - Hintergrundinformation

Im Zentrum von KLAR! (Klimawandel-Anpassungsmodellregionen) stehen die Entwicklung und Umsetzung von regionalen Maßnahmen, durch welche sich die Kleinregion frühzeitig und wissenschaftlich fundiert auf die Herausforderungen des Klimawandels einstellen kann.

Presseaussendungen

Mit aufgerüstetem KarpfenKino werden im Sommer die CarpTrails in der Region Litschau gestartet

Die „CarpTrails“, also geführten Radtouren an Karpfenteichen, waren letzten Sommer bereits ein voller Erfolg. Auch heuer bietet der NÖ Teichwirteverband wieder ein umfangreiches und innovatives Programm – erstmals in organisatorischer Zusammenarbeit mit der KLAR! Waldviertel Nord. Dabei ließ man sich auch einiges Neues von Seiten der Teichwirte einfallen.

 

Technische Nachrüstung und erweitertes Angebot

Das KarpfenKino wurde mittels Photovoltaik-Anlage nachgerüstet. „Mit der PV-Anlage können wir unsere Sendezeit nun massiv steigern und werden somit nicht nur nachhaltiger, sondern auch standortunabhängiger bei den Vorträgen und Vorführungen. Dies ist gerade an Teichen ohne Strom draußen in der Landschaft ein wirklicher Vorteil“, so Verbandsgeschäftsführer Leo Kirchmaier. Zum anderen wird heuer auch ein neues Format angeboten. Neben den klassischen geführten Gruppenfahrten werden erstmals im August über ein ganzes Wochenende auch fixe Teichstationen in der Kleinregion Waldviertel Nord eingerichtet. „Die Idee dahinter ist, dass man dann als Teilnehmer zeitlich flexibel die einzelnen Stationen, am besten mit dem Rad, besuchen kann.

 

Teichstationen – Teiche erFAHREN

Alle vier Teichstationen sind zum Mitmachen konzipiert, speziell auch für Kinder. Bei jeder Station kann man sich einen Stempel für den Karpfen-Stempel-Pass verdienen und bei vollem Stempel-Pass winkt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein kleines Geschenk“, führt Kirchmaier näher aus. Bei der Kreativstation am Herrensee wird ein Karpfenbild gemeinsam durch die Teilnehmenden gestaltet, das dann in der Kleinregion ausgestellt werden soll. Bei der Aktivstation am Föhrenteich gibt es ein Fisch-Ratespiel für die Kleinen und Wissenswertes per Karpfenkino für die Größeren. Bei der Kulinarikstation beim Wielingser Dorfteich kann man innovative Karpfenzubereitungen verkosten und sich im teichwassergekühlten „Saftladen“, der von der örtlichen Landjugend errichtet wurde, erfrischen. Und bei der Unterwasserstation am Bruneiteich kann man den Forschergeist ausleben und mit dem Binokular auf Entdeckungsreise gehen – unter wissenschaftlicher Betreuung versteht sich. Alle vier Stationen werden vom Team des NÖ Teichwirteverbandes mit den E-Lastenrädern eingerichtet.

 

CarpTrails – geführte Radtouren

„An zwei Terminen gibt es auch die bekannten geführten Radtouren, wo man dann in der Gruppe gemeinsam von Teich zu Teich fährt und ebenfalls vom Fachvortrag bis zur Verkostung alles dabei ist. Die kostenlose Tour heißt „Teichjuwelen rund um Litschau“ und kann online gebucht werden. Mit von der Partie sind NÖ Karpfenkönigin Luna I. und Franziskus Seilern-Aspang von der Schlossfischerei Litschau, der dabei auch aus erster Hand über die größte Teichbaustelle des Waldviertels berichten wird. Für die Sicherheit der Gruppe im Straßenverkehr werden die CarpTrails von Polizeiorganen entsprechend abgesichert. Damit kann maximale Sicherheit auch für die Kinder auf den Rädern geboten werden“, berichtet Kirchmaier über das Angebot.

 

Termine 2022:

  • Fixe Teichstationen: 12.08., 13.08 und 14.08., Freitag bis Sonntag jeweils von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr mit Karpfen-Stempel-Pass zum Geschenk abholen
  • Kostenlose geführte Radtour „Teichjuwelen rund um Litschau“ am 31.08. und 09.09., Startpunkt jeweils 14:00 Uhr am Kufsteinteich, online Anmeldung notwendig

Anmeldung und Informationen unter www.teichwirteverband-noe.at/carptrails

Waldviertel Nord wird klimafit

Vorstand der Kleinregion beschließt Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel

(Litschau, 01. 02. 2022)

Im Herbst 2020 fiel der Startschuss für KLAR! Waldvierte Nord. In den vergangenen Monaten wurde im Rahmen des Projektes Klimawandelanpassungs-Modellregion (kurz KLAR!) ein Paket aus zehn Maßnahmen geschnürt. Diesen wichtigen Impuls für eine klimafitte Zukunft, beschloss der Vorstand der Kleinregion Waldviertel Nord.

 

Solide (Daten)Basis für Maßnahmen

In einem ersten Schritt wurden die wesentlichen klimatischen Veränderungen der Region ermittelt. Dazu gehören zum Beispiel der Anstieg der jährlichen Mitteltemperatur, zunehmende Trockenheit, vermehrte Starkregenereignisse oder die Verlängerung der Vegetationsperiode. Diesen Tendenzen wird mit entsprechenden Maßnahmen begegnet, welche in einem breiten Prozess entwickelt wurden. Dazu wurden Gespräche mit regionalen Experten geführt, Fachvorträge organisiert und Rückmeldungen aus der Bevölkerung eingearbeitet. In enger Abstimmung mit dem Vorstand der Kleinregion Waldviertel Nord und unter Federführung der KLAR! Expertin Doris Maurer und der KLAR! Managerin Karina Zimmermann, sind auf Basis dieser Informationen zehn Maßnahmen entstanden.

 

Die Maßnahmen zur Klimawandelanpassung im Überblick

SDG Wanderweg: Ein Rund-Wanderweg durch die Kleinregionsgemeinden soll anhand der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDG) aufzeigen, welchen Beitrag jeder einzelne zur Nachhaltigkeit leisten kann!

Weidewirtschaft neu entdecken: Pilotversuch zur Umsetzung von Weidewirtschaft mit unterschiedlichen Tieren sollen in der Region starten. Workshops und Exkursionen werden organisiert, Wissen und Erfahrungen sollen aufgebaut werden.

KLARe Klimahecke phänologisch betrachtet: Die KLARe Klimahecke ist eine Hecken aus regionalen Gehölzen. In Zusammenarbeit mit Natur im Garten wird diese in jeder Gemeinde gepflanzt und erlaubt die Beobachtung der zehn Jahreszeiten des Naturjahres.

KLAR! Feriencamp: Kinder sollen durch die Einarbeitung der Leitthemen der Klimawandelanpassungsstrategie in das bestehende Ferienbetreuungsangebot der Kinder & Ferien Akademie einen aktiven Zugang zum Thema bekommen.

Teichpädagogik: Unsere Region ist bekannt für die Vielzahl an Teichen. Um dafür eine Bewusstsein zu schaffen und den besonderen Stellenwert der Teiche zu vermitteln, wird unter anderem in Zusammenarbeit mit dem NÖ Teichwirteverband eine Teichpädagogik-Ausbildung erarbeitet und durchgeführt.

Biodiversität am Reißbach: Der Reißbach ist ein echtes Naturjuwel direkt vor unserer Haustür und Heimat einiger bedrohter Arten. Zum Erhalt der Artenvielfalt wird in Zusammenarbeit mit der Energie- & Umweltagentur des Landes NÖ ein Konzept der nachhaltigen Bewirtschaftung entwickelt und umgesetzt.

Nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltige Produkte: Zu wissen, woher die Lebensmittel auf dem Teller kommen, hat eine ganz besondere Qualität. Diese Maßnahme soll Direktvermarkter*innen und regionale Lebensmittelproduzent*innen z.B. durch die Entwicklung eines gemeinsamen Bestell- und Logistiksystems stärken und Verbraucher zum regionalen Konsum motivieren.

Fit trotz Hitze: Steigende Temperaturen bzw. Hitze sind besonders für ältere Personen eine Herausforderung. In Zusammenarbeit mit dem Projekt Nachbarschaftshilfe Plus erhalten ältere Personen aber auch 24-Stunden-Pflegekräfte Tipps und Tricks für richtiges Verhalten bei Hitze.

Klimafitter Wald: Die klimafitte Bewirtschaftung des eigenen Waldes kann besonders dann zur Herausforderung werden, wenn dies „nebenbei“ passieren muss. Inhaltliche Akzente wollen wir mit Unterstützung der WWG durch Informationsveranstaltungen setzen und gemeinsam Lösungsvarianten andenken.

KLAR! Podcast: Es wird ein regionales KLAR!-Podcast-Format entwickelt. Damit soll eine alternative und unterhaltsame Art der Bewusstseinsbildung erprobt werden.

Das Anpassungskonzept mit den vorgestellten Maßnahmen wurde beim Klima- und Energiefonds, welcher Träger des KLAR! Programms ist, eingereicht. Nach einem positiven Förderbescheid können wir voraussichtlich im Mai 2022 mit der Umsetzung beginnen.

Wir bedanken uns bei allen, die die Maßnahmenentwicklung bisher so tatkräftig unterstützt haben. Sollten Sie Interesse an einer oder mehreren Maßnahmen haben, melden Sie sich gerne!

Das unsichtbare Netz des Lebens

KLAR! Vortrag als Impuls für die Förderung von Vielfalt und regionalen Strukturen

(Eggern, 30.10.2021)

Im Rahmen des Vortrags von KLAR! Waldviertel Nord spannte Referent und Autor Martin Grassberger einen Bogen von der Bodengesundheit bis hin zur Gesundheit des Menschen. Oder anders gesagt: Gesunde Menschen kann es langfristig nur auf einem gesunden Planeten geben. Die Erhaltung der Artenvielfalt und die Schaffung regionaler Strukturen zur Selbstversorgung können zu beidem einen wertvollen Beitrag leisten.

Fortschritt zu Lasten des Ökosystems
Die vergangenen 50 Jahre haben uns unglaubliche Fortschritte gebracht – man denke nur an jene im Bereich der Technik, Industrie oder auch der Landwirtschaft. Wenngleich wir von diesen Fortschritten profitieren, bringen sie nicht nur Vorteile. Der Mensch hat in den vergangenen 50 Jahren das Ökosystem schneller verändert, als in der gesamten Menschheitsgeschichte zuvor.

Die Schattenseite dieses Fortschrittes zeigt sich also in einem weitgehend unwiederbringlichen Verlust an Artenvielfalt der sog. Biodiversität. Und gerade dieses Vielfalt würde uns stark für den Umgang mit dem Klimawandel machen.

Gesunder Boden & regionale Mikrolandwirtschaft als Anpassungsstrategien
Die gute Nachricht ist, dass wir aber immer noch die Möglichkeit zur Mitgestaltung haben. Um Vielfalt bzw. Biodiversität möglichst zu erhalten, ist ein gesunder und fruchtbarer Boden eine Grundvoraussetzung. Denn nur fruchtbarer Boden kann gesunde Nahrung in der notwendigen Menge zur Versorgung der Bevölkerung hervorbringen. Wir können dies unterstützen, indem wir eine regionale, hochdiverse und kleinteilige Landwirtschaft fördern – ein Gedanke, der auch die Anwesenden in ihren Bann zog. Angeregt diskutiert wurden Ideen rund um die Erprobung von Strukturen zur regionalen Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln.

Kommende Termine der KLAR! – Vortragsreihe

  • Wie will Wasser bewegt werden? 19.11.2021, 19:00 Uhr, Gasthaus Mader (Haugschlag)

Hintergrundinformation
Im Zentrum von KLAR! Waldviertel Nord stehen die Entwicklung und Umsetzung von regionalen Maßnahmen, durch welche sich die zur Kleinregion gehörenden Gemeinden Litschau, Haugschlag, Reingers, Eisgarn, Eggern und Heidenreichstein frühzeitig und wissenschaftlich fundiert auf die Herausforderungen des Klimawandels einstellen können.

Herbstarbeiten im Naturgarten

KLAR! Waldviertel Nord lud Gartenbegeisterte zum Vortrag

(Heidenreichstein, 29.10.2021)

Im Rahmen der Vortragsreihe machte KLAR! Waldviertel Nord vergangene Woche Station in Heidenreichstein. Unter dem Motto „Herbstarbeiten im Naturgarten“ sprach Referentin Daniela Tüchler von Natur im Garten eine Einladung aus, Spaten und Laubrechen getrost in die Ecke zu stellen und die letzten schönen Herbsttage im Garten zu genießen.

Pause für Spaten und Laubrechen
Viele von uns verbinden mit der Gartenarbeit im Herbst das Beseitigen von Laub und Strauchschnitt aus dem Garten und das Umstechen der Gemüsebeete. Diese Arbeiten sind nicht nur schweißtreibend, sondern nehmen unserem Garten auch viele Möglichkeiten. Laub, Holz und Stauden sind ideale Überwinterungsmöglichkeiten für Nützlinge wie den Igel aber auch für Larven von Marienkäfern oder Glühwürmchen. Wenn wir diesen Nützlingen Möglichkeiten zum Überwintern schaffen, werden sie es uns im nächsten Jahr mit der Beseitigung von unliebsamen Gästen wie Schnecken oder Läusen danken. Als Möglichkeit zur Bodenverbesserung im Gemüsebeet ist besonders die Gründüngung geeignet. Diese Art der Bepflanzung sorgt für eine Durchwurzelung des Bodens, schützt vor Nährstoffauswaschung und reichert den Boden letztendlich mit Humus an – um nur einige Vorteile zu nennen. Zudem machen Gründüngungspflanzen auch optisch etwas her und sind damit eine echte Abwechslung in den sonst abgeernteten und kahlen Beeten.

Herbst ist Pflanzzeit
Egal ob sie eine ganze Sichtschutzhecke, ein junges Obstbäumchen oder Sträucher pflanzen möchten – der Herbst ist dafür ideal. Wichtig ist es, dabei auf regionale Qualität und heimische Arten zu achten. Ein wichtiger Partner hierfür ist z.B. der Verein Regionale Gehölzvermehrung (RGV), der jährlich den sog. Heckentag anbietet. Neu im Programm ist übrigens die Klima-Hecke – sie erlaubt mit ihren 10 verschiedenen Arten wie z.B. Holler, Liguster oder Schneeball eine phänologische Betrachtung, also eine Beobachtung der 10 Jahreszeiten des Naturjahres. „Die Pflanzung solcher Klima-Hecken ist eine Maßnahmen, die wir für die Gemeinden der Kleinregion Waldviertel Nord fix eingeplant haben.“, verrät KLAR! Expertin Doris Maurer. Wir dürfen uns also schon jetzt auf spannende Naturbeobachtungen freuen.

Kommende Termine der KLAR! – Vortragsreihe

  • Wie will Wasser bewegt werden? 19.11.2021, 19:00 Uhr, Gasthaus Mader (Haugschlag)

Hintergrundinformation
Im Zentrum von KLAR! Waldviertel Nord stehen die Entwicklung und Umsetzung von regionalen Maßnahmen, durch welche sich die zur Kleinregion gehörenden Gemeinden Litschau, Haugschlag, Reingers, Eisgarn, Eggern und Heidenreichstein frühzeitig und wissenschaftlich fundiert auf die Herausforderungen des Klimawandels einstellen können.

 

Foto: Kleinregion Waldviertel Nord; Personen v.li.n.re. Karina Zimmermann (KLAR! Waldviertel Nord), Doris Maurer (KLAR! Expertin), Margit Weikartschläger (Vizebürgermeisterin Heidenreichstein), Daniela Tüchler (Natur im Garten)

Klimafitter WALD

Waldbesitzer müssen jetzt eine Entscheidung treffen

(Eisgarn, 15.10.2021)

Beim KLAR!-Vortrag „Klimafitter Wald – Baumarten im Klimawandel“ vermittelten die hochkarätigen Referenten eindrucksvoll und fachlich fundiert unter welchem Druck unsere heimischen Wälder aufgrund des Klimawandels stehen. Die von der Kleinregion Waldviertel Nord organisierte Veranstaltung zeigte aber auch Lösungsmöglichkeiten für Waldbesitzer auf, um sich auf (klimatisch) unsichere Zeiten vorzubereiten.

Auswirkungen bereits spürbar
„Wie sehr der Klimawandel dem Wald zusetzt, haben wir alle in den letzten Jahren gesehen, oder als Waldbesitzer gar am eigenen Leib erlebt.“, betonte Bürgermeister Günter Schalko die Brisanz des Themas in seinen Eröffnungsworten. Aufgrund des Klimawandels und damit einhergehender Ereignisse wie Sturm- oder Schneebruch bzw. starkem Borkenkäferbefall sehen sich viele Waldbesitzer mit einer wirtschaftlich schwierigen Situation und einer ungewissen Zukunft konfrontiert. „Das wichtigste ist nun, das Risiko zu streuen und sich möglichst breit aufzustellen, um flexibel zu bleiben.“, betont Doris Maurer, KLAR!-Expertin und federführend bei der Erarbeitung eines Detailkonzeptes für die Kleinregion Waldviertel Nord.

Entscheidungshilfen
Zu Beginn jeder Planung steht eine Definition des Zieles – denn nur, wenn man weiß wohin man möchte, kann man sich über das „wie“ Gedanken machen. Unter diesem Blickwinkel beleuchtete Viktoria Valenta vom Bundesforschungszentrum Wald (BFW) die Zusammenhänge zwischen Baum- bzw. Waldgesundheit, Forstwirtschaft und Klimawandel. Mit wissenschaftlichen Ergebnissen untermauerte sie die Vorteile von Mischwälder als Risikovorsorge. Denn nur Mischwälder können zunehmendem Trockenstress, Schadorganismen wie dem Borkenkäfer, Sturm oder Schnee trotzen. Sie bringen die notwendige Flexibilität und tragen somit zur Vermeidung von Totalausfällen für Waldbesitzer bei.

Den Wald klimafit machen
„Fördern Sie einen vielfältigen, vitalen und stabilen Wald“, fasste Gerald Steindlegger die Quintessenz seines Vortrages zusammen. Es geht einerseits darum, eine standortgerechte und vielfältige Baumartenwahl zu treffen. Dabei muss klar sein, dass die bei uns so verbreitete Fichte zunehmend unter Stress gerät und deshalb bei der Aufforstung zu anderen Arten gegriffen werden sollte. Eine besondere Abwägung ist vor allem bei nicht heimischen Baumarten geboten. Bei der Auswahl lohnt sich auf jeden Fall der Einbezug lokaler Expert*innen. Digitale Unterstützung bietet die sog. Baumartenampel auf www.klimafitterwald.at, die entsprechend des Standortes Empfehlungen errechnet. Andererseits müssen in einem klimafitten Wald aber auch Faktoren wie Genetik, Waldstruktur das bedeutet z.B. eine Durchmischung hinsichtlich des Alters der Baumbestände, Biodiversität oder die Förderung der Bodengesundheit, z.B. durch Vermeiden der Ganzbaumnutzung, Beachtung finden.

KLAR! – Reden auch Sie mit!
Ihre Perspektive können Sie auch bei den folgenden Veranstaltungen einbringen: 

  • Herbstarbeiten im Naturgarten 29.10.2021, 17:00 Uhr, Bürgstüberl „Eventkeller“ (Heidenreichstein)
  • Das unsichtbare Netz des Lebens 30.10.2021, 16:00 Uhr, Genießergasthof Kutscherklause (Eggern)
  • Wie will Wasser bewegt werden? 19.11.2021, 19:00 Uhr, Gasthaus Mader (Haugschlag)

Hintergrundinformation
Im Zentrum von KLAR! stehen die Entwicklung und Umsetzung von regionalen Maßnahmen, durch welche sich die Kleinregion frühzeitig und wissenschaftlich fundiert auf die Herausforderungen des Klimawandels einstellen kann. Um Schäden zu vermindern und Chancen zu nutzen, haben die Bürgermeister der Gemeinden Litschau, Haugschlag, Reingers, Eisgarn, Eggern und Heidenreichstein bereits im Herbst 2020 eine Teilnahme beschlossen. Seit dem Frühjahr 2021 ist die Kleinregion Waldviertel Nord, in der die sechs Gemeinden vertreten sind, Klimawandelanpassungsmodellregion.

Foto: Waldviertel Nord; Personen v.li.n.re. Karina Zimmermann (KLAR! Waldviertel Nord), Gerald Steindlegger, Viktoria Valenta (BFW), Manfred Ergott (Initiator von waldsetzen.jetzt), Karl Schraml (Bürgermeister Eggern), Günter Schalko (Bürgermeister Eisgarn), Doris Maurer (KLAR! Expertin), Eva Houschko (Vizebürgermeisterin Eisgarn), Stefanie Lendl (Vizebürgermeisterin Reingers)

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Karina Zimmermann